Häufige Fragen zur Elektroenzephalografie
Ein EEG ist ein schmerzloses und sicheres Diagnoseverfahren in der Neurologie, mit dem wir die natürlichen elektrischen Impulse der Nervenzellen in Ihrer Hirnrinde messen. Dafür setzen wir Ihnen eine flexible Haube auf, die mit speziellen Elektroden ausgestattet ist. Diese empfindlichen Sensoren leiten die feinen Spannungsschwankungen an unser Messgerät weiter, wo sie verstärkt und als typische Hirnstromwellen sichtbar gemacht werden.
Wir setzen das Routine-EEG primär ein, um Funktionsstörungen des Gehirns präzise abzuklären. Besonders wichtig ist diese Diagnostik bei:
• Verdacht auf Epilepsie oder unklare Ohnmachtsanfälle (zur Verlaufskontrolle).
• Abklärung von Bewusstseins- oder Schlafstörungen.
• Verdacht auf entzündliche Prozesse (Enzephalitis), Tumore oder stoffwechselbedingte Hirnerkrankungen.
• Diagnostischen Hinweisen bei Demenz oder nach einem Schlaganfall.
Die Untersuchung findet in einer entspannten Atmosphäre im Sitzen oder Liegen statt. Planen Sie für den gesamten Termin (inklusive Vorbereitung und Aufsetzen der Haube) etwa 45 bis 60 Minuten ein – die reine Messung der Hirnströme dauert dabei rund 20 bis 30 Minuten. Während der Ableitung geben wir Ihnen kleine, einfache Aufgaben (wie Augen öffnen/schließen, tiefes Ein- und Ausatmen oder kurzes Kopfrechnen). Oft nutzen wir auch ein sanftes Flackerlicht (Fotostimulation), um die Reaktionsfähigkeit Ihres Gehirns optimal zu testen.
Bitte cremen oder ölen Sie Ihre Haut am Untersuchungstag nicht ein (z. B. keine Bodylotion an Armen oder Beinen), da dies die Messung erschweren kann. Wenn Sie blutverdünnende Medikamente (wie Marcumar, Eliquis, Xarelto etc.) einnehmen oder an einer Blutgerinnungsstörung leiden, teilen Sie uns dies bitte unbedingt vor der Untersuchung mit.
Nein. Das Routine-EEG ist absolut risikofrei, schmerzlos und kann beliebig oft wiederholt werden. In seltenen Fällen können gezielte Reize (wie das Flackerlicht beim ProvokationsEEG) bei entsprechend veranlagten Patienten eine Reaktion auslösen – die Untersuchung findet jedoch stets unter strenger fachärztlicher Aufsicht statt, sodass Sie vollkommen sicher sind.
Das hängt vom Grund der Untersuchung ab:
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Bei medizinischer Notwendigkeit: Liegt ein medizinischer Verdacht vor (z. B. auf Epilepsie, unklare Ohnmachtsanfälle, Gedächtnisstörungen oder nach einem Schlaganfall), übernehmen gesetzliche und private Krankenkassen die Kosten für das EEG vollständig.
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Als reine Vorsorge oder Wunschleistung (IGeL): Möchten Sie die Untersuchung ohne akute Beschwerden oder spezifischen ärztlichen Verdacht zur persönlichen Absicherung durchführen lassen, ist dies als Selbstzahlerleistung möglich. Wir informieren Sie vorab transparent über die anfallenden Kosten.